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St. Nikolaus

Bei Grabungsarbeiten wurde ein Vorgängerbau aus dem 7. Jahrhundert mit 11 m Länge wurde entdeckt, ebenso eine Bestattungsurne aus dem 2. Jahrhundert sowie ein gewaltiger Kalkbrennofen aus dem gleichen Zeitraum.

Äußerlich zeigt der Kirchenbau dem geschulten Auge ihren romanischen Ursprung in den zugemauerten romanischen Turmfenstern. Neue wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, daß nicht nur die Turmmauern romanischer Herkunft sind, sondern auch das Mauerwerk im rückwärtigen Eingangsbereich zumindest gleichen Alters ist. Bisher war man der Meinung, daß das Langhaus im 14. und 15. Jahrhundert infolge der Gotisierung neueren Datums sein müßte. Von besonderer Kostbarkeit sind die romanischen Fresken im Oberchor der Kirche (Himmlisches Jerusalem): Sie sind in der Mitte des 13. Jahrhunderts entstanden und zeugen von großer Malkunst. Möglicherweise hat ein Maler, der aus dem italienischen Raum gekommen ist, den Oberchor gestaltet. Im Unterchor sind Fresken (Schöpfungsbericht aus dem Alten Testament) im sogenannten „Zackenstil“ zu sehen, deren Urheber sicher aus der heimischen Umgebung stammte. Der Typus einer Chorturmkirche (2 übereinander liegende Altarräume) ist für den Alpenraum von besonderer Seltenheit.

2 sehr wertvolle Plastiken – der heilige Nikolaus und die Muttergottes – sind aus Sicherheitsgründen leider nicht mehr in der Kirche zu sehen. Mit Hilfe der „Messerschmitt-Stiftung“ ist man daran, die Fresken fachgerecht zu konservieren und den Kirchenbau zu sichern. Die Kirche St. Nikolaus ist als kunsthistorische Sehenswürdigkeit von tirolweiter Bedeutung für jeden Matrei-Urlauber ein unbedingtes Muss bei der Ortsbesichtigung.

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